Pressemitteilung "Ein Schwimmbad mit Außenbecken für Marzahn Hellersdorf -Lichtenberg Hohenschönhausen"

Marzahn Hellersdorf und Lichtenberg Hohenschönhausen brauchen ein neues Schwimmbad mit Außenanlage

 

Mit drei Schwimmhallen im kommunalen Betrieb scheint der Bezirk Lichtenberg Hohenschönhausen gut ausgestattet mit Bädern.

Betrachtet man die Zeiten, in denen öffentliche Nutzung möglich ist, wird man eines besseren belehrt.

 

In der Schwimmhalle Sewanstraße haben Bäderbesucher die keinem Verein angehören nur an vier Tagen stundenweise Zutritt. In der Schwimmhalle Anton Saefkow Platz wird die vorgebene Nutzungsmöglichkeit für die Öffentlichkeit, von 50% der gesamten Betriebszeiten, nicht eingehalten. Die Öffnungszeiten gesamt sind rückläufig.

Das gilt auch für die Schwimmhalle in der Zingster Straße. Dort sind nur rund 25 Stunden pro Woche ohne Einschränkungen den Bäderbesuchern öffentlicher Wasserfläche zugängig.

 

In Marzahn Hellersdorf befinden sich zwei Schwimmhallen und ein Kinderfreibad im kommunalen Betrieb.

Betrachtet man die Situation in den Bädern, ist die Nutzungsmöglichkeit für Bäderbesucher, die keinem Verein angehören, seit Jahren rückläufig. Trotz nicht vorhandenem Freibad sind, entgegen aller Zusagen, die Kürzungen und Schließungen in der Schwimmhalle Kaulsdorf wie jedes Jahr. Die 50 Meter Schwimmhalle am Helene Weigel Platz hat zwar teilweise Öffnungszeiten von 6.30 bis 22 Uhr, allerdings nur am frühen Morgen 30 Minuten ohne Einschränkungen im Schwimmbetrieb für die zahlenden Bäderbesucher.

 

Ein Außenbecken für SchwimmerInnen fehlt in beiden Bezirken. In Lichtenberg gibt es das Strandbad Orankesee, allerdings ist es nicht nur verpachtet, sondern schlicht kein Ersatz für ein kommunal betriebenes Freibad Außenbecken. In Marzahn Hellersdorf befindet sich ein Kinderfreibad ohne Schwimmerbecken.

 

Der VdBBB e.V. unterstützt das Anliegen der beiden Bezirke, den dritten Standort für einen Schwimmbad Neubau in Berlin in einem der beiden Bezirke zu realisieren.

Der VdBBB e.V. priorisiert einen Standort der bezirksübergreifend gut an den ÖPNV angebunden ist.

 

Der VdBBB e.V. folgt der Einlassung der Vorständin der Berliner Bäderbetriebe, Frau Siering, die bei einer Begehung des Areals des ehemaligen BVB Bads an der Siegfriedstraße geäußert wurde. Nur ein Freibad zu bauen löst die Probleme der wachsenden Stadt nicht. Die Idee eines Kombibads, nach den bereits vorhandenen Modellen, angepasst an heutige Vorgaben und Ansprüche an die Ästhetik, erscheint uns am sinnvollsten.

 

Der geplante Bau von Multifunktionsbädern in Mariendorf und Pankow dauert bis zu 10 Jahren in Berlin. So lange können die beiden Bezirke nicht warten angesichts des Zustands der vorhandenen Hallenbäder und des Fehlens eines Freibads.

 

Wir sind der Meinung, dass ein Funktionsbau mit einer ansprechenden Außenanlage, Schwimmbecken von mindestens 25 Metern und ein Gastronomiebereich dem Anspruch der Daseinsvorsorge genügen und angesichts der Kosten sinnvoll erscheint.

 

Abgesehen von unserer Priorisierung, unterstützen wir jede Lösung, die den BewohnerInnen beider Bezirke zeitnah mehr Wasserfläche, vor allem einen kommunal betriebenes Freibad Schwimmbecken ermöglicht.