Pressemitteilung "Geschlossene Freibäder bei 30 Grad

Pressemitteilung Verband der Berliner Bäderbesucher e.V. (VdBBB e.V.) 29.05.2018

 

Geschlossene Freibäder bei 30 Grad und immer absurdere Erklärungen

 

Die Zuschüsse an die Berliner Bäderbetriebe wurden in den letzten Jahren immer wieder erhöht.

Der VdBBB e.V. erwartet eine Leistungssteigerung in Form erweiterter Öffnungszeiten für BäderbesucherInnen die öffentliche Wasserfläche nutzen wollen.

 

Der VdBBB e.V. erwartet eine professionelle und ehrliche Kommunikation für Berliner BäderbesucherInnen

 

Der VdBBB e.V. hat, in mehreren Gesprächen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Berliner Bäderbetriebe, Herrn Andreas Scholz-Fleischmann, Unterstützung angeboten bei Erstellung einer Social Media Strategie, Gestaltung einer ansprechenden Internetpräsenz und vor allem einer Kommunikation die alle Berliner BäderbesucherInnen, auch analog, erreicht. Dieses, für die Berliner Bäderbetriebe kostenfreie, Angebot bleibt aufrecht erhalten.

 

Berliner BäderbesucherInnen wurde, auf Nachfrage bei MitarbeiterInnen an einem nicht geöffneten Freibad mitgeteilt, dass nicht geöffnet werden kann, weil es für das Wasser keine Heizung mehr gäbe.

 

Wir halten diese Aussage für absurd.

 

Erstens sind bereits Sommerbäder geöffnet deren Wassertemperatur über Solarenergie erreicht wird. Zweitens reicht ein Blick auf die Wetterlage der letzten Wochen. Die Wassertemperatur in den sogenannt ‚ungeheizten‘ Freibädern dürfte höher sein als in den Sommermonaten 2017.

 

Von 14 kommunal betriebenen Sommerbädern sind derzeit bei 30 Grad nur sieben geöffnet. Beide Kinderbäder sind geschlossen. Von zwei Strandbädern, die nicht verpachtet sind, ist eins geöffnet.

 

Wir erwarten vom Senat und den Berliner Bäderbetrieben eine Offenlegung der Gründe warum fünf weitere Freibäder und die Kinderbäder erst Anfang Juni, das Sommerbad Mariendorf Ende Juni und das Sommerbad Staaken West erst im Juli öffnen.

 

Der VdBBB e.V. erwartet außerdem die Offenlegung der tatsächlich seit 2016 eingestellten VollzeitmitarbeiterInnen, die ausschließlich den Betrieb vor Ort in Bädern absichern und vorher keine MitarbeiterInnen waren.

 

Der VdBBB e.V. ist der Auffassung, dass SteuerzahlerInnen, BäderbesucherInnen ein Anrecht auf Information haben. Belege können soweit anonymisiert werden, dass der Datenschutz zum Beispiel für an Reparaturen beteiligter Firmen gewahrt bleibt.

 

Die Abschaffung des E Mail Informationssystems hält der VdBBB e.V. für den falschen Weg. Eine App, die nur eine mobile Version der Internetpräsenz der Berliner Bäderbetriebe darstellt, ist wenig hilfreich ohne Push Nachrichten.

 

Eine seit 2016 angekündigte Service Offensive bleibt weiter aus.

 

Von einer wiederholt angekündigten Full Service Marketing Agentur die in vier Jahren 4,2 Millionen Euro erhalten soll, erwartet der VdBBB e.V. neben einer ansprechenden Social Media Strategie einen aktiven, aktuellen Informationsdienst für Berliner BäderbesucherInnen bei Änderungen der Nutzbarkeit öffentlicher Wasserfläche. Die Einrichtung einer Online live Anzeige der Besucherzahlen, Wartezeiten an Freibadkassen, Nutzung der Wasserflächenkapazität sollte dem Größten Bäderbetrieb möglich sein.